Elterngeld: Höhe, Dauer und Antrag einfach erklärt
Elterngeld ersetzt einen Teil deines Einkommens, wenn du nach der Geburt weniger arbeitest. Hier die wichtigsten Regeln nach heutigem Stand.
Wie hoch ist das Elterngeld?
Das Basiselterngeld beträgt meist 65 bis 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens, mindestens 300 € und höchstens 1.800 € im Monat. Bei niedrigem Einkommen steigt der Satz bis auf 100 Prozent. Für die Berechnung zählt höchstens ein Netto von 2.770 € im Monat. Beispiel: Bei 2.500 € Netto sind es 1.625,00 € im Monat.
Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnermonate
Basiselterngeld gibt es bis zu 12 Monate, mit Partnermonaten bis zu 14. ElterngeldPlus ist höchstens halb so hoch und dauert doppelt so lang. Es lohnt sich vor allem, wenn du in Teilzeit arbeitest. Beide Elternteile können bei gleichzeitiger Teilzeit zusätzlich den Partnerschaftsbonus bekommen.
Einkommensgrenze und Geschwisterbonus
Für Geburten ab dem 1. April 2025 gilt eine Einkommensgrenze von 175.000 € im Jahr vor der Geburt. Ein Geschwisterbonus erhöht das Elterngeld um 10 Prozent, mindestens um 75 €, wenn bestimmte Altersgrenzen der Geschwister erfüllt sind.
Antrag und Steuerklasse
Den Antrag stellst du bei der zuständigen Elterngeldstelle. Rückwirkend wird höchstens für die letzten drei Monate vor dem Antragsmonat gezahlt, stelle ihn also früh. Die Steuerklasse beeinflusst das Netto, aus dem das Elterngeld berechnet wird. Prüfe deshalb frühzeitig mit dem Steuerklassen-Vergleich und lass dich beraten.
Reformpläne
Im Oktober 2026 gab es einen Referentenentwurf mit höheren Beträgen und anderen Prozentsätzen. Er ist nicht beschlossen. Bis dahin gelten die hier genannten Regeln. Der Rechner nutzt ebenfalls das geltende Recht.