So viel Netto bleibt vom Brutto: Abzüge einfach erklärt
Vom Bruttogehalt bleibt nicht alles übrig. Hier siehst du, welche Abzüge es gibt, wie viel sie ungefähr ausmachen und wie du dein Netto selbst abschätzt.
Welche Abzüge gibt es?
- Sozialversicherung: Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Du und dein Arbeitgeber teilen sich die Beiträge, bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
- Lohnsteuer: Hängt von Einkommen, Steuerklasse und Freibeträgen ab. Der Steuersatz steigt mit dem Einkommen (Progression).
- Solidaritätszuschlag: Fällt nur bei höheren Steuern an, für die meisten Angestellten nicht.
- Kirchensteuer: 8 oder 9 Prozent der Lohnsteuer, nur für Kirchenmitglieder.
Beispiele für Steuerklasse 1
Die Werte gelten für 2026, ohne Kirchensteuer und mit durchschnittlichem Krankenkassen-Zusatzbeitrag. Dein Netto kann abweichen.
| Brutto im Monat | Netto im Monat | Abzüge |
|---|---|---|
| 2.000,00 € | 1.483,00 € | 517,00 € (25,9 % vom Brutto) |
| 3.000,00 € | 2.065,00 € | 935,00 € (31,2 % vom Brutto) |
| 4.000,00 € | 2.621,33 € | 1.378,67 € (34,5 % vom Brutto) |
| 5.000,00 € | 3.152,08 € | 1.847,92 € (37,0 % vom Brutto) |
So schätzt du dein Netto
Gib dein Bruttogehalt in den Brutto-Netto-Rechner ein und wähle Steuerklasse, Kinder und Kirchensteuer. Vergleiche das Ergebnis mit deiner Gehaltsabrechnung. Abweichungen kommen meist von Krankenkassen-Zusatzbeitrag, Freibeträgen und Sachbezügen.
Für ein Angebot mit Jahresgehalt hilft zuerst der Gehalt-Umrechner, damit du Monats- und Stundenlohn kennst.
Warum mehr Brutto nicht gleich mehr Netto ist
Wegen der Progression geht von jedem zusätzlichen Euro ein größerer Teil an Steuern. Eine Erhöhung von fünf Prozent brutto bringt deshalb weniger als fünf Prozent netto. Den Effekt kannst du mit dem Gehaltserhöhungs-Rechner und dem Brutto-Netto-Rechner prüfen.